Hummeln (Bombus)

Wenn die Wiesenblumen blühen, brummen die Hummeln herum, angelockt vom Duft der Blütenpollen und -säfte. Hummeln helfen vielen Blumen bei der Bestäubung und tragen so zu der Fortpflanzung von beispielsweise Schlüsselblume, Wiesensalbei, Löwenmaul, Roter Wiesenklee, Eisenhut und Fingerhut bei. Während die Hummeln mit ihrem Rüssel den süßen Nektar saugen, bleiben an ihrem pelzigen runden Körper Pollen hängen. Eingepudert fliegen sie weiter von Blume zu Blume und bestäuben ahnungslos die Blütenstempel.

Veraenderliche Hummel (Bombus humilis)

Manchmal kommt es vor, dass man eine Hummel findet, die nicht mehr kräftig genug ist fortzufliegen. Sie können ihr helfen, indem Sie ihr ein paar Tröpfchen Zuckerwasser auf den Boden vor ihrem Kopf anbieten. Der Zucker wird ihr die Energie geben, um später weiter fliegen zu können.

Es gibt mehrere Hummelarten, die alle zu der Familie der Bienen gehören; in Deutschland gibt es 36 Arten. Beispiele:

Die Erdhummel (Bombus terrestris) hat wie die Gartenhummel (Bombus hortorum) eine weiße Hinterleibsspitze, allerdings hat sie nur zwei gelbe Querbinden, die Gartenhummel drei. Während die Mooshummel (Bombus muscorum) fast nur gelb ist, die übrigens der Ackerhummel (Bombus pascuorum) sehr ähnlich sieht (diese besitzt aber einen rötlich bräunlichen Vorderkörper und einen helleren Hinterkörper), ähnelt die Wiesenhummel (Bombus pratorum), bis auf die rötlich braune Hinterleibsspitze, der Erdhummel.

Die Steinhummel (Bombus lapidarius) ist schwarz mit einem orangefarbenen Hinterleib.

Die Baumhummel (Bombus hypnorum) ist dunkel mit rötlichen Brustrücken und einer weißen Hinterleibsspitze.

Die veränderliche Hummel (Bombus humilis)hat verschiedenen Farbvarianten, sogar innerhalb eines Staates.
Dann gibt es noch sogenannte Kuckuckshummeln (Psithyrus), die aus mehreren Unterarten bestehen und die, wie der Name schon vermuten lässt, ihre Eier in die Nester anderer Hummelarten legt und sich so nicht um das Großziehen ihrer Larven kümmern braucht.

Unsere einheimischen Hummeln bilden auch Sozialstaaten, meist unterirdisch in Bodenlöchern, die aber nur ein Jahr bestehen, da bei Kälteeinbruch im Herbst die meisten Hummeln verenden und die Königin vorher von ihren eigenen Arbeiterinnen aus ansteigender gegenseitiger Aggressivität getötet wird. Befruchtete kräftige junge Weibchen überleben den Winter. Sie gründen im Frühling als neue Königinnen neue Staaten, indem sie ihre Eier in Baum- oder Erdlöchern in selbst angefertigte Wachszellen ablegen und die später schlüpfenden Larven füttern. Aus den ersten Eiern schlüpfen Larven, die sich verpuppen und zu Arbeiterinnen entwickeln. Sie übernehmen dann das Füttern der weiteren Larven und der Königin, die sich dann nur noch ums Eierlegen kümmert.

Im Sommer schlüpfen Larven, die zu kräftigen Weibchen heranwachsen. Im Spätsommer / Herbstanfang entwickeln sich noch die Männchen, sogenannte Drohnen, die sich dann mit den kräftigen weiblichen Hummeln paaren, aber nicht immer zum Staat wieder zurück fliegen. Im darauffolgenden Frühjahr werden die überlebenden Weibchen wieder zu Königinnen und gründen wieder neue Hummelstaaten.

2 Gedanken zu „Hummeln (Bombus)

  1. Severine Martens

    Vielen herzlichen Dank für diesen tollen und informativen Artikel! Ich wusste gar nicht, dass es so viele Hummeln gibt …

    Liebe Grüße
    von
    Severine mit Luna und Milow

    Antworten
    1. Nancy Jahn

      Vielen lieben Dank, wir freuen uns sehr über Ihr positives Feedback und dass es so viele liebe und tierinteressierte Leute gibt! 🙂 Das gibt uns Schwung dafür weiter zu machen, dankeschön!

      Herzliche Grüße, Nancy

      Antworten

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