Der Nachwuchs

Aussehen und Eigenschaften

Schlüpfen die Kleinen aus den Eiern, haben Sie schon eine Länge von etwa 7 bis 8cm und wiegen ca. 3g. Zunächst sind die Babyleopardgeckos – zumindest die Wildform – gelb und dunkelbraun bis schwarz gebändert; die Grundfarbe ist gelb. Am Hinterköpfchen sind sie etwas weiß. Junge Leopardgeckos häuten sich in kürzeren Abständen als die erwachsene Leos, alle zwei bis drei Wochen.

Hier sind ein paar Fotos von unseren Leobabys.  Die vier süßen Kleinen sind im August 2013  aus ihren Eiern geschlüpft und haben das Licht der Welt erblickt.

Verhalten

Frisch geschlüpfte Leobabys sind zwar scheu, greifen aber einen Eindringling mit Beißen an. Vorher drohen sie mit schrillen Schreien. Zuerst werden sie noch an viele Stellen im Terrarium koten, bevor sie sich wie die Großen für eine Ecke entscheiden. Insgesamt sind junge Leopardgeckos wenig zutraulich. Das gibt sich dann allmählich mit dem Erwachsenwerden.

Aufzucht und Unterbringung

Da gibt es mehrere Möglichkeiten. Gemeinsam haben sie aber alle, dass man die Kinderstube einfach nur mit Küchenrolle auslegt und mit Verstecken und einem Wassernapf bestückt. Auch hier muss auf ein bisschen Luftfeuchtigkeit durch Sprühen geachtet werden.

Züchter verwenden oft einen sogenannten Aufzuchts-Rack. Das ist ein Regal mit einigen Kunststoffkisten mit Licht und Heizmatten. In diesen Kunststoffkisten zieht man einzeln die Jungen groß. Es gibt vom Aufbau her unterschiedliche Racks, sie sind aber alle sehr kostenintensiv. Die Aufzuchtsracks, die ich mir schon angeguckt hatte, haben leider den Nachteil, dass kein Wärmestrahler integriert ist, sondern meist nur LED Licht. Für eine hohe Nachwuchsanzahl ist es aber eine platzsparende Variante.

Aufzucht im Faunarium: Faunarien sind Kunststoffboxen mit Abdeckung und Lüftungsschlitzen, in denen die kleinen Leopardgeckos einzeln gehalten werden. Diese Boxen sollten für die ersten drei Lebensmonate wenigstens eine Grundfläche von 20x30cm besitzen. Danach brauchen sie deutlich mehr Bewegungsfreiraum! Der Nachteil allerdings ist hier, dass kein Wärmestrahler installiert werden kann. Die Boxen müssten daher in einem Raum untergebracht werden, der warm genug ist (25 – 30°C) und über (Tages-)Licht verfügt. Die Faunarien sollten außerdem nicht auf einem kalten Fußboden stehen.

Ein großes Terrarium für alle: Eigentlich sollte man ja junge Leopardgeckos getrennt aufziehen. So hatte ich es auch vor und baute in ein großes Terrarium 20cm hohe Papp-wände ein, sodass ich bis zu sechs Geckos einzeln und trotzdem in einem Terrarium halten und aufziehen konnte. Ich fand diese Idee einfach praktischer, da ich dafür nur zwei Wärmestrahler brauchte. Aber was die Trennung anging, da hatten die Kleinen ihren eigenen Kopf. Sie krabbelten zu meiner Überraschung einfach über die Pappwände drüber und saßen letztendlich zu viert unter einer Kokosnussschale. Sie verhielten sich aber friedlich zueinander, also habe ich die Zwischenwände raus genommen. Jetzt leben sie quietschfidel zusammen und fühlen sich so sehr wohl.

Man muss aber darauf achten, dass es friedlich bleibt und sie sich nicht gegenseitig in die Schwänze beißen, damit diese nicht später im Erwachsenenalter unförmig aussehen. Nach einigen Monaten, wenn man dann das Geschlecht der Geckos erkennen kann, muss man die Männchen von den Weibchen trennen und die Männchen untereinander auch voneinander trennen, da es sonst unter den Männchen zu Rivalenkämpfen kommt, die tödlich ausgehen können.

Die Nachzuchten dürfen erst mit älteren Tieren vergesellschaftet werden, wenn diese die Größe der erwachsenen Tiere erreicht haben. Man sollte sie nicht mit den Elterntieren zusammen halten, um Inzucht zu vermeiden.

Ernährung / Futter

Nach dem Schlüpfen fangen die kleinen Leopardgeckos noch nicht gleich mit der Nahrungssuche an. Sie beginnen erst am zweiten, dritten Tag zu fressen und sind schon nach wenigen „Übungs-“tagen genauso erfolgreiche Jäger wie die Großen.

Ein flaches Schälchen mit Wasser, welches jeden Tag frisch gemacht wird, muss aber den Kleinen schon nach dem Schlupf rein gestellt werden.

Als Futter für die Jungen eignen sich Grillen und Heimchen bis zu einer Größe von 1cm. Etwas später darf auch ab und zu mal ein Mehlwurm gegeben werden. Auch freuen sie sich über kleine Grashüpfer, Wüstenheuschrecken oder Zweifleckgrillen. Bis die Kleinen ein halbes Jahr alt sind, sollten sie jeden Tag gefüttert werden. Nicht vergessen, ein- bis zweimal die Woche die Futtertiere mit dem Vitamin- und Kalziumpulver einzustäuben.

Entwicklung der Jungtiere

Update: Unsere Leopardgeckos im Alter von 1 Monat. Zukünftig werden wir euch hier die weitere Entwicklung der vier Kleinen präsentieren. Wenn ihr weiterhin auf dem Laufenden gehalten werden möchtet, könnt ihr auch Fan unsrer Google Community werden.  Dort veröffentlichen wir regelmäßig News rund um die Leopardgeckos.



Update II: Nun sind unsre vier kleinen Leopardgeckos schon zwei  Monate alt und entwickeln sich prächtig. Und fotogen sind sie auch noch…was will man mehr!? Sie haben jetzt eine Gesamtkörperlänge von ungefähr 15cm; im Vergleich ist der Vater der Vier 23cm lang. (Übrigens, der weiße Quarzsand ist nur sozusagen Kulisse, denn eigentlich halten wir sie noch auf Küchenpapier und außerdem ist dieser Sand sehr ungeeignet wegen Verstopfung durch Mitfressen.)


Update III: Mitte November sind die vier Kleinen drei Monate alt geworden. Länger sind sie nicht geworden, vielleicht etwas kräftiger als einen Monat zuvor, aber verändert haben sie sich nicht sehr. Da die Elterntiere in ein anderes Terrarium umziehen mussten, um ihre Winterruhe an einem kühlerem Ort zu halten, durften die Kleinen – momentan sieht es noch nach vier Weibchen aus – ins große, sauber gemachte und ersteinmal provisorisch eingerichtete Terrarium ziehen, da wir sie dieses Jahr noch nicht in die Winterruhe schicken. Dort haben sie sich schnell eingelebt, haben viel viel Platz, klettern viel herum und stellen allerlei Unfug an.


Update IV: Ein klein wenig haben sich die vier Süßen verändert. Sie sind jetzt vier Monate alt und haben jetzt eine Körperlänge von ca. 17cm, die Größte 18cm. Es macht nicht den Anschein, als wäre ein Männlein dabei (bei ca. 27°C inkubiert). Das Muster ähnelt jetzt schon sehr dem, eines erwachsenen Leopardgeckos. Wir haben uns dazu entschieden, sie dieses Jahr noch nicht in die Winterruhe zu schicken, auch wenn sie es sicherlich gut überstehen würden. Wir wollen kein Risiko eingehen.


Update V: Nun im Alter von sechs Monaten. Wir haben das „Fotoshooting“, als die Leopardgeckos fünf Monate alt geworden sind, ausfallen lassen, denn selbst jetzt, mit sechs Monaten sieht man nur eine geringe Veränderung. Daher gibt’s diesmal auch nur wenige Bilder. Das einzige, was uns auffällt, ist, dass eine der vier Mädels zwar nicht mager, aber insgesamt deutlich kleiner ist als die anderen… Wir haben vor, die vier Jungtiere erst wieder mit neun und dann mit zwölf Monaten zu fotografieren, denn durch die größeren Zeitabstände sind die Veränderungen besser sichtbar.

(Wir möchten an dieser Stelle noch einmal darauf hinweisen, dass wir für nahezu alle Fotos der Leopardgeckojungtiere sozusagen „Kulissen“ verwendet haben, zum Beispiel irgendwelche Zimmerpflanzen (manche könnten giftig sein oder eine Verletzungsgefahr wegen Stacheln oder ähnlichem darstellen (die Pflanzen standen hinter der Glasscheibe des Terrariums)) oder weißen Quarzsand oder sehr dunkle Erde, um den Kontrast besser darzustellen; artgerecht ist dagegen ein Untergrund aus einem Lehmsandgemisch. Der Hintergrund dieser Bilder soll also nicht Anreiz für eine Gestaltungsmöglichkeit des Terrariums geben.)


Update VI: Unsere vier Jüngsten sind nun neun Monate alt geworden und haben auch etwas an Größe zugelegt. Bis auf die eine, die ist immer noch etwas kleiner und zarter geblieben als die anderen. Die Kleinste ist zwischen 17 und 18cm lang, während die anderen drei 19cm, die eine sogar 20cm Länge, erreicht haben. Das Muster, welches sie seit dem ersten Tag ihres Daseins haben, hat sich zwar sehr verändert im Laufe der neun Monate – sie sehen jetzt fast aus wie erwachsene Leopardgeckos – aber die Grundanordnung der Punkte ist geblieben und daher sieht man immer noch genau, welches der Vier es genau ist, ob nun das Erst- oder Zweit-, Dritt- oder Viertgeschlüpfte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.